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Wie Sport und Meditation (seelische Heilung) einander bereichern

Wie Sport deine Meditationspraxis und seelische Heilung unterstützt:

  1. Im Sport bist du automatisch mit deiner Atmung vebunden
  2. Dadurch bist du weniger im Nachdenken
  3. und beginnst deine körperliche Intelligenz zu schulen
  4. Du lockerst muskuläre und energetische Strukturen (Energie ist nicht so stuck)
  5. Du reinigst dich durch das tiefe Atmen und deine Energiebahnen
  6. Du erdest dich und kommst mit deiner Kraft in Verbindung
  7. Du lernst mit Herausforderungen umzugehen, die es auf dem inneren ebenso gibt
  8. Du kultivierst Disziplin, Geduld und Ausdauer

Wie deine Meditationspraxis und seelische Heilung deinen Sport unterstützt:

  1. Du kulitiverst eine tiefe, regelmäßige und achtsame Atmung
  2. Durch Selbstliebe und Selbstannahme spürst du besser deine Grenzen und wie du an Grenzen mit dir umgehst

3. Dein Kopf ist bereits frei bevor du Sport machst. So kannst du den Sport und die Natur, falls du draußen Sport machst, noch mehr genießen

4. Wendest du transformative Techniken an, um Emotionen wie Wut oder Traurigkeit zu wandeln, brauchst du den Sport nicht zum Abreagieren, sondern kannst ihn mehr genießen

5. Verlassen seelische Schmerzen deinen Körper, wird deine Körperhaltung aufrechter, du atmest leichter und tiefer und hast noch mehr Freude am Sport

6. Es ist leichter, einen meditativen Zustand im Sport zu erreichen und so möglicherweise außergewöhnliche Zustände, wie zum beispiel das „Runners High“ zu erleben

7. Dein Gefühl für deinen Körper und was er braucht, wird immer klarer

8. Du wirst noch sensibler und aufnahmefähiger für eine wohltuende Atmosphäre, insbesondere im Outdoorsport

9. Du achtest automatisch mehr auf eine gesunde Lebensweise, die die sportlichen Leistungen unterstützt

Der Diplom-Psychologe K.A. Beyer fasst die Verbindung von Meditation und Sport schön zusammen:

„Ausdauer und Geduld sind wichtige psychische und spiritu­elle Eigen­schaften, die ein Sportler ausbilden muss. Je höher man sich das Ziel steckt, desto länger muss man sich darauf vorbe­reiten. Ein grosses sportliches Ziel erreicht man nicht von heute auf morgen; alle Spitzenleistungen müssen vorerst ein paar Monate oder ein paar Jahre vorbereitet werden. Einem solchen Ziel muss der Sportler viele andere Ziele unterord­nen, wodurch er eine innere Zielstrebig­keit entwic­kelt. (…)

Alle diese Eigenschaften — Disziplin, Selbstüber­windung, Ge­duld, Ausdauer, Zielstrebigkeit und die Herausforderung seiner selbst werden durch den Sport ausgebildet und sind charakterliche Vorausset­zungen eines guten Athleten. Genau dieselben Eigen­schaften spielen aber auch eine entscheiden­de Rolle bei der Meditation, beim Weg zu sich selbst. Disziplin in Form täglicher Übung steht auch hier am Anfang. Wer meditie­ren lernen möchte, muss die Fähigkeit ausbil­den, nach innen zu horchen und zu lauschen, die innere Stimme zu spüren und ihr dann zu folgen. Diese Fähigkeit muss wie ein Muskel trainiert werden. Sie wächst nur langsam heran. Geduld und Ausdauer sind auch hier notwen­dig.

Niemand wird den Weg nach innen grundlos suchen. Men­schen, die sich nach innen wenden, spüren, dass es etwas Tieferes gibt. Auch wenn sie das Ziel nicht genau kennen, die Richtung steht fest: weg von Stress, Frustration und Oberflächlichkeit und hin zu Frieden, Harmonie, Freude und erfüllter Selbster­kenntnis. Je stärker dieser Drang nach innen ist, desto zielstrebiger wird man diesen Weg verfol­gen.

Die innere Selbstentfaltung geht nicht ohne Hindernisse vor­­an. Müdigkeit, Lethargie, Nervosi­tät, Ablenkung durch Gedan­ken, emotio­nelle Ballungen, Vorurteile, Angst und anderes mehr stellen alltägli­che Hindernisse auf dem Weg nach innen dar. Es ist eine Herausforderung, die einiges an charakterlichem Willen abver­langt, sich letztlich aber immer lohnen wird.

Genau wie beim Sport spielen also auch beim Meditieren Ausdauer, Zielstrebigkeit, Disziplin und Selbstüberwindung eine zentrale Rolle. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Sri Chin­moy in vielen seiner Bücher den Meditati­onsweg als inneres Laufen bezeichnet und den Wert des äusseren Laufens immer wieder mit der Entwick­lung dieser Charaktereigenschaften ver­gleicht.“

Welche Sportarten empfehlen sich?

Grundsätzlich alles, was dir Freude macht 🙂
Ich empfinde die Kombination aus Kraft, Ausdauer und freier Bewegung sehr förderlich.

Kraft und Ausdauer druch Laufen, HIIT-Workouts, Schwimmen usw.
Freie Bewegung wie durch Tanz, Bodygroove und Schüttelmeditationen hält den Körper weich, lässt den Körper intuitive Bewegungen machen, die er so vielleicht noch nicht kennt und der Körper lernt mehr der inneren Bewegung zu folgen.

Ich wünsche dir viel Freude bei all deinen sportlichen und spirituellen Aktivitäten!

Alles Liebe,
deine Brigitte

Die Brust als Zugang zur Lust

Der Zugang zur Lust der Frau geht über die Brust. Eine Atmosphäre der Sicherheit, der Geborgenheit, des Schutzes und des Vertrauens öffnet das Herz der Frau. Und der Herzraum ist energetisch das Zentrum der Sexualität der Frau. Wird sie achtsam und liebevoll an den Brüsten berührt, fließt die Energie in den Unterleib und stimuliert und öffnet die Yoni.

Die Brüste als Pluspol

Ebenso wie der Penis des Mannes sind die Brüste der Frau energetisch der Pluspol, der gebende Pol der Frau. Die Frau liebt über die Brust, wie der Mann der Frau über seinen Penis seine Liebe zeigt.

Ebenso wie es den Mann erfreut, wenn der Penis liebkost und stimuliert wird, genießt es die Frau, wenn ihre Brüste zärtlich und liebevoll berührt werden.

Was genauso wunderschön und megaintensiv sein kann, ist wenn ihr euch gegenübersitzt und der Mann die Brüste der Frau betrachtet und ausspricht, was er dabei empfindet. Also sich nicht immer gleich auf die Brüste stürzen, sondern gebt euch die Zeit für solch einen intensiven Austausch.

 

Die Beziehung der Frau zu ihren Brüsten

Wie ist deine Verbindung zu deinen Brüsten? Siehst du sie gerne an? Berührst du sie selbst gerne? Hast du schon einmal erlebt, wie die Berührung deiner Brüste deine Yoni stimuliert und öffnet? Hast du schon einmal einen Orgasmus nur durch die Berührung deiner Brüste erlebt?

Je mehr heilsame Erfahrungen du durch deine Brüste machst und du deine Sensibilität in diesem Bereich annimmst, umso sicherer und offener bist du in Verbindung mit einem Mann. Aus deiner kulitvierten, tiefen und liebenden Verbindung zu deinem Körper und deinen Brüsten kann eine heilsame Verbindung in der Sexualität zu einem Mann entstehen. Sie hilft dir zu erspüren, was dir gut tut, was du dir wünschst und wo deine Grenzen sind. Und umso leichter wird es für den Mann in eurer Verbindung – woher soll ein Mann wissen, was uns gut tut, wenn wir es selbst nicht wissen?

 

Die Reise ins Brust-Lust-Universum

Möchtest du das Brust-Lust-Universum kennenlernen und ergründen?

In einer Einzelsitzung oder geschützten Workshop-Atmosphäre darfst du als Frau in intensive Empfindungen eintauchen, genießen, heilen … was auch immer da sein möchte. Das Schöne daran ist, dass du dich in dieser Zeit tief auf dich selbst einlassen kannst oder etwas zurückgeben zu müssen. Als Mann ist es möglicherweise eine neue und sehr wertvolle Erfahrung, der Frau in all ihren Facetten Raum zu schenken. Die Berührungen der Brüste folgen dabei einem bestimmten und bewährtem Ablauf.

 

Sanfte Heilung

Gibt es traumatische Erlebnisse oder emotionale oder energetische Blockaden, ist diese Art der Berührung auch ein unglaublich sanfter Weg der Heilung. Der Unterleib wird dabei nicht berührt und dennoch berührt die Energie selbst den Unterleib, deine ureigene heilsame Energie. Während der Behandlung oder in den Workshops wird auf einen besonders behutsamen Umgang mit der Energie Wert gelegt und du als Frau bestimmst, was in dem Moment für dich gut ist.

 

Lust und Heilung

Was besonders schön an dieser Art der Sexualität ist, ist, dass ein Schmerz oder eine Blockade und das Erleben der Lust gleichzeitig da sein können. Die Wellen der heilsamen Lust nehmen quasi das Blockierte mit und helfen dem Körper, es loszulassen. Auf diese Weise kann Heilung zu einem lustvollen Erlebnis werden und die Energie selbst bringt alle Erkenntnisse, die in den Blockaden oder Schmerzen liegen und die für dich wichtig sind, hervor.

 

Hast du Lust bekommen?

Möchtest du als Frau in dieses Erleben eintauchen oder möchtest du als Mann deine Partnerin dabei begleiten? Dann freue ich mich, wenn wir uns zu einer Einzelbehandlung oder in einem unserer Workshops sehen!

Deine Brigitte

Ritterrüstungen ablegen für Verbindungen

Da ich mir in meinem Leben wohl so einige Schutzschichten angeeignet habe, die mich aber Verbindungen nicht wirklich in der Tiefe haben leben lassen, liest du hier gleich zwei Geschichten, in denen die „Panzer“ aufgehen und Dämme brechen durften.

Das eine Mal war während eines Retreats mit meinem Lehrer. Ich schon sehr distanziert als ich dort ankam, auch den anderen Teilnehmern gegenüber. Mir war nicht nach Verbindung zumute und ich wollte Verbindung auch nicht wirklich zulassen.

 

An einem Tag dort in einem Satsang hat Daniel über Verbindungen gesprochen. Ich erinnere mich nicht, was genau er gesagt hat, aber seine Worte haben sich wie Schläge gegen meine Rüstung angefühlt. Etwas an mir wollte dem noch standhalten, aber die Worte kamen mit solch durchdringender Energie „bam bam bam“. Nach dem Satsang lief ich schnurstracks in mein Zimmer und ich weinte und alles brach aus mir heraus. Mein Schutz, meine Abweisung, meine Unverbindlichkeit, meine Kälte … Es dauerte, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Und es fühlte sich danach echt gut an. Ich konnte wieder atmen, fühlte mich mir selbst wieder nah und konnte wieder Verbindungen zulassen.

Während eines anderen Retreats hatte ich das Gefühl, dass ich über eine gewisse Hürde nicht alleine drüber komme. Das habe ich Daniel so gesagt und als wir dann im Satsang waren, ging es dann los. Und ich wünschte mir fast, es nicht vorher gesagt zu haben … Daniel hat nicht aufgehört über das „Sich-schützen“ zu sprechen und darüber dass, wenn man sich permanent schützt, man die anderen Menschen auch nicht wirklich fühlt. Ich habe mich dabei sehr angesprochen Gefühlt, weil ich meinen Schutz immer so aufgebaut hatte, Menschen nur bis zu einem gewissen Grad an mich herankommen zu lassen.

Er hat nicht aufgehört davon zu sprechen und ist immer wieder auf dieses Thema zurückgekommen. Ich habe einfach nur gebetet, dass er aufhört davon zu sprechen, weil ich es irgendwie nicht mehr ausgehalten habe. Dieses Gebet wurde allerdings nicht erhört.

Ich wurde unruhig, habe mich sogar etwas hinter derjenigen, die vor mir saß versteckt – lächerlich, wenn man an die durchdringenden Worte eines Lehrers und seiner Energie denkt. Mir sind immer wieder die Tränen gekommen, dann habe ich mich wieder beruhigt, wenn er das Thema kurz gewechselt hat, dann hat es wieder in mir angefangen zu arbeiten als er erneut darauf zurückkam. Als der Satsang zu Ende war und sobald Daniel den Raum verlassen hat, ist es aus mir herausgebrochen, dass ich nur noch geweint habe. Vom körperlichen Empfinden her war es so, als hätte er während des Satsangs durch seine Worte, durch das, was mit seinen Worten mitkam permanent gegen die Schutzmauer in mir gerüttelt und gepuncht. Gegen das, was auch nicht zu meinem wahren Wesen gehört.

Und so schmerzhalft es in dem Moment auch war, so vollkommen in Ordnung war das auch, weil ich es ja selbst vorher wollte und ich dadurch von etwas loslassen konnte, was ich nicht mehr gebraucht habe, was mir in Verbindungen nur noch im Weg stand. Das eine ist zwar eingebrochen, dafür durfte etwas anders nun aufblühen.

Von Eierschalen und Spiegeleiern

„Es war an einem Heiltag, an dem ich mehr mit Eiern zu tun hatte, als ich anfangs glaubte.

Wir meditierten gemeinsam, Daniel – mein Lehrer – leitete uns an, uns für uns zu öffnen und für unsere und seine geistigen Begleiter, mit deren Hilfe Blockaden in uns gelöst werden können, was wir alleine nicht schaffen. Wo wir uns anvertrauen können und wo uns geholfen werden kann – in dem Maße, wie wir uns öffnen können.

Meine Meditation war relativ stabil im Sinne davon, dass ich gut lange Zeit aufrecht und ruhig sitzen konnte. Nur von den heilsamen Strömen konnte ich wenig spüren – auch als Daniel öfter bei mir war. Es hat sich etwas merkwürdig angefühlt, vor allem, da die anderen Teilnehmer sehr berührt waren. So saß ich und genoss das Sitzen – ich konnte es gerade anscheinend sowieso nicht beeinflussen –, auch wenn es nicht ganz so erhebend war, wie es möglicherweise hätte sein können.

Kurz vor Ende der Meditation kam Daniel zu mir und klopfte an meine Aura. Das heißt er klopfte an das Feld um meinen Körper und machte dabei „Klopfklopf“-Geräusche. Er meinte, ich habe wie eine dünne Eierschale um mich herum. Das könnte tatsächlich die Ursache dafür gewesen sein, dass ich kaum eine Regung wahrnahm. Sein Lachen und sein Humor dabei, ließen mich jedoch nicht schlecht fühlen, sondern es ebenfalls mit Leichtigkeit nehmen.

Nach der Behandlung eines Teilnehmers gab es eine Pause und als Daniel den Praxisraum betrat, hatte er ein Ei dabei und ließ es vergnüglich vor sich auf dem Boden kugeln. Er meinte, dass wäre wie ich im Moment. Mich hat es weder provoziert, noch zum Lachen gebracht – war ich ja schon in einer merkwürdigen Verfassung. Nach einer Gesprächsrunde meinte er vor der Mittagspause zu mir, dass wir das verändern könnten, wenn ich es möchte. Das Gefühl des Alleinseins, des Abgetrenntseins und Verschlossenheit. In dem Augenblick war ich mir tatsächlich unsicher, da es sich nicht so angefühlt hat, als wäre es eine leichte Angelegenheit da hindurchzugehen. Andererseits, wenn nicht jetzt und in seiner Begleitung, wo und wann dann?

Ich überlegte mit mir und suchte mir nach der Pause bewusst einen Platz neben einem mir vertrauten Menschen, bei dem ich mich wohlfühlte und zu dem ich eine nahe Verbindung spürte. Als die Meditation begann, stellte ich meiner Seele die Frage, wie es ihr geht, so wie Daniel es am Tag zuvor angeleitet hatte. Und dann war es zu spät noch irgendetwas an dem energetischen Prozess aufzuhalten. Es brach aus mir heraus, ich bekam keine Luft mehr, konnte nicht mehr ausatmen, alles war dunkel und ich in einem Seelengefühl allein. Daniel war da und begleitete mich und die Reaktionen meines Körpers und half meiner Seele, diesen schon sehr langen tiefen Schmerz in mir auszuagieren, damit mein Herz davon frei wurde.

Nach einer unschätzbaren Zeit beruhigte sich alles in mir. Kurz vor dem Ende der Meditation hörte ich, wie die Eierschale platzte und sah später als ich aufstand, dass Daniel mir das aufgeschlagene Ei auf einem Teller neben mich stellte.

Der Heiltag ging zu Ende und ich überlegte, was ich mit dem Ei nun machen soll. Ich wollte es seiner Familie nicht wegnehmen und gleichzeitig wäre es komisch, es ihnen wieder vor die Türe zu stellen, da es ja doch einiges von Energie von mir hatte – war zumindest mein Gefühl.

So transportierte ich es nach Hause, machte mir eine Pfanne warm und habe das Ei darin gebraten – und konnte es kurz darauf genüsslich in mir aufnehmen und mich davon sättigen lassen.“

Kann die Energie frei fließen oder versuchen wir uns „passend“ zu machen?

Der Körper ist ein unglaublich authentischer Begleiter. Er bringt sich sehr ehrlich zum Ausdruck, wenn etwas „passt“ oder „nicht passt“. Nur, erlauben wir uns, auf ihn zu hören? Oder meinen wir, es besser zu wissen, ihn zu manipulieren, uns passend machen zu müssen?

In diesem Artikel möchte ich auf ein Thema eingehen, das mich über sehr viele Jahre begleitet hat. Ich habe zwei Partnerschaften gelebt, in denen meine sexuelle Energie nicht gut fließen konnte. In diesen Jahren habe ich das Vertrauen zur Natürlichkeit dieser Energie und zur Sprache meines Körpers zum großen Teil verloren. Viele Fragen und ein Gefühl des Nicht-richtig-seins blieben zurück und ich habe einige Zeit und viel innere Arbeit gebraucht, um wieder zu meiner Natürlichkeit zurückzukehren.

Vielleicht hilft dir und inspiriert dich dieser Artikel auf deinem Weg oder in deiner momentanen Situation.

Mal „zu wenig“, mal „zu viel“ – über das Forcieren und Zurückhalten der Energie

Uns anders haben zu wollen, an uns herumzudoktern, bringt nicht sehr viel außer noch größere Blockaden. Je mehr ich das nämlich getan habe, umso weiter entfernte ich mich von meiner Natürlichkeit und die Energie konnte kaum noch fließen. Mir hat es also zumindest weder Heilung, eine erfüllte Beziehung oder die Befreiung der Energie gebracht.

In einer sehr langjährigen Beziehung, die auf zwischenmenschlicher Ebene super lief, konnte ich mich für meinen Partner sexuell nicht mehr tief öffnen. Egal, was wir ausprobiert haben – auf zwischenmenschlicher oder körperlicher Ebene, wie Unterwäsche, Übernachtung in einem Hotel mit erotischen Zimmern, Massagekure und -videos, entspannende Urlaube und vieles mehr … es war nicht sehr viel zu machen. Es war okay für uns, aber eben nur okay. Bis die Energie für mich nicht mehr spürbar war. Ich fühlte mich über sehr lange Zeit wie abgeschnitten von meinem Unterleib. Die Yoga- und Meditationspraxis und insbesondere mein Lehrer haben mich das immer wieder spüren lassen.

Damals habe ich mich noch nicht viel mit anderen Menschen über Sexualität ausgetauscht und bin entweder davon ausgegangen, dass ich „falsch“ bin oder dass ich einfach ein Mensch mit wenig Lust bin. In den Gesprächen, die ich hatte, wurde das „Falschsein“ noch bestätigt – im Nachhinein betrachtet von Menschen, die selbst ihre Sexualität nicht erfüllend lebten. Da ich in meiner Familie sah, dass man deswegen trotzdem zusammenleben konnte, haben wir uns eine Weile damit abgefunden. Bis ich immer depressiver wurde und es meinem Partner gesundheitlich immer schlechter ging.

Da wir beide spirituell praktizierten und von unseren Lehrern immer wieder auf diesen Zustand angesprochen wurden, konnten wir nicht umhin, uns dem zu stellen.

Auf Anraten meines Lehrers habe ich eine Woche bei einer Freundin verbracht, die mir ein Zimmer ihrer Wohnung zur Verfügung gestellt hat. Sobald ich dort war, spürte ich meinen Unterleib wieder und meine volle Lust. Wow. Das war sehr beeindruckend. Ich genoss es, diese Lebendigkeit in mir wahrzunehmen, es war ein völlig neues Lebensgefühl. Als ich nach dieser Woche wieder in die gemeinsame Wohnung meines Partners und mir zurückkam, fühlte ich ab dem Bauchnabel abwärts wieder nichts mehr, es war wie tot dort unten.

Wir versuchten es dennoch eine Weile, weil wir uns nicht trennen wollten. Aber mein Körper wollte nicht. Das Gefühl, nicht zu „funktionieren“ oder nicht „richtig“ zu sein, war immer präsent. Selbst wenn in der anderen Wohnung oder bei der Energiearbeit meines Lehrers die volle Lebendigkeit erlebbar war. Zu akzeptieren, was der Körper mir zeigte, fiel mir damals gar nicht leicht. Ich spürte nun, dass körperlich alles passte, dachte aber, ich sei falsch, weil ich es in der Beziehung nicht hinbekomme.

Hier schreibe ich nur aus meiner Perspektive. Aber für meinen Partner war es mindestens ebenso quälend und das war mir bewusst. Er wusste nicht, wohin mit der Energie, wurde immer wieder von mir zurückgewiesen, musste die Energie unterdrücken …

Heute sind wir beide glücklich. Er hat eine wunderbare Frau und ein Kind und ich lebe frei meine Körperlichkeit.

Mein Lernen sollte in dieser Phase offensichtlich weitergehen 😊, denn so kam ich von dem einen Extrem bald in ein anderes Extrem. Ich war recht bald mit einem anderen Mann zusammen, bei dem mein Körper reagierte, wie ich es die Jahre davor lange nicht mehr erlebt habe. Auf ganz natürliche Weise, ohne Bemühungen. Im Laufe dieser Beziehung entwickelte es sich allerdings bald wie in meiner Beziehung davor, nur mit getauschten Rollen. Ich wollte und konnte körperliche Nähe leben, aber mein Partner eher weniger.

Ich kann leider gerade wieder nur aus meiner Perspektive schreiben. Was zurückblieb, als er sich von mir trennte, war ein Gefühl, einem Mann mit all meiner Lust und Leidenschaft nun zu viel zu sein.

Das Gefühl, als Frau und in meiner Sexualität „zu wenig“ oder „zu viel“ zu sein, hat mich lange geprägt. Ich habe nach diesen beiden Beziehungen erstmal viel praktiziert, Meditation, Yoga, mein Herz ergründet, mich von meinem Lehrer begleiten lassen und meine Sexualität mit mir genossen. In dem Genießen der Sexualität mit mir selbst, habe ich mich sehr gut kennengelernt, energetisch mit mir selbst gearbeitet und immer mehr zu mir und meiner Natürlichkeit zurückgefunden.

Als ich so bei mir war, traf ich einen Mann, bei dem ich alles sein konnte: zurückhaltend, leidenschaftlich, verletzlich, lustvoll, alle Facetten, die gerade da waren. Wir verlebten viele Stunden über Monate hinweg auf körperlicher Ebene miteinander. Stunden, in denen bei mir viel heilen konnte. Auch wenn ich all meine mir bis dahin bekannten Facetten in mir angenommen hatte und gut mit meiner Sexualität sein konnte, war es doch unglaublich heilend, nährend und euphorisierend, dies auch mit einem Mann zu teilen, der das ebenfalls genoss.

 

Wie Erfahrungen zu Glaubenssätzen werden, die die Energie ebenfalls blockieren

Während meinen Beziehungen haben sich in mir Überzeugungen entwickelt und aus diesen Überzeugungen bestimmte Emotionen. Die Überzeugungen aus der ersten Beziehung, wie „Ich bin falsch“, „Bei mir fließt die Energie halt eben nicht“, „Ich bin zu wenig“, „Ich muss mit einem Mann schlafen, damit zumindest er sich nicht zurückhalten muss“ und wahrscheinlich noch einige mehr haben sich immer mehr festgesetzt und Emotionen wie Resignation, Wut auf mich und den Mann und Traurigkeit ausgelöst. In der darauffolgenden Beziehung kamen Überzeugungen hinzu wie „Meine Leidenschaft ist zu viel“, „Ich bin nicht attraktiv“ und so weiter.
All das, weil ich eigentlich der Weisheit der Energie und meines Körpers nicht vertraut habe. Beide Verbindungen waren nicht als Beziehungen für mich gedacht und das konnte ich nicht klar fühlen oder akzeptieren. Daraus schlussfolgernd habe ich mich für beide Männer versucht, passend zu machen – was natürlich und zum Glück nicht funktioniert.

Das Alleinsein und das Praktizieren mit meiner Energie, das Mich-kennenlernen und Sein-lassen haben letztendlich wieder das Vertrauen in mich und die Intelligenz der Energie und des Körpers wachsen lassen. Ich suchte dadurch nicht im Außen nach einem „Ok“ und konnte mich vielmehr mit mir selbst vertraut machen.  Aus dem heraus konnte ich dann anderen Männern klarer begegnen, spüren, was mir gut tut, was in der Verbindung möglich ist, ohne mich dabei richtig oder falsch zu fühlen. Die Erfahrungen des Ok-seins in Verbindung halfen mir natürlich dennoch noch mehr, die Glaubenssätze aufzulösen und ein heilsames Beisammensein zwischen Frau und Mann zu genießen, in dem alles natürlich fließen darf.

 

Meine Learnings

Was ich in dieser Zeit am meisten gelernt habe, ist aufzuhören an mir herumzudoktern, mich anders haben zu wollen als ich bin, zu denken, meinen Körper manipulieren zu können, meine Energie kennenzulernen und dem zu folgen, wo meine Energie hinmöchte, wo bzw. mit wem sie in Resonanz geht und heilsam gelebt werden kann. Darauf zu achten, welche Signale mir mein Gegenüber sendet und ehrlich in mich und die Situation hinzuschauen, auch wenn ich mir manches in dem Moment anders wünsche. Zu sehen, was natürlich da ist und was nicht. Und wie schnell sich Erfahrungen zu Glaubenssätzen festsetzen und wie die Zeit und Praxis mit sich, diese wieder auflösen kann.

 

Willkommen Natürlichkeit!
Deine Brigitte