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Die Bewegung der kosmischen Energie in dir

Wer oder was ist Shakti?

Es ist nur ein Name für die Energie und kosmische Kraft, die uns und alles um uns herum belebt. In Indien wird sie Shakti genannt, im Taoismus „Chi“, im deutschen  würde ich es Lebensenergie, universelle Energie oder kosmische Kraft nennen.

Shakti wird häufig als weibliche Gottheit dargestellt, die sich mit der männlichen Gottheit Shiva vereint. Ich möchte hier nur weniger über die Gottheiten sprechen und auch weniger auf das Weibliche oder Männliche eingehen, sondern vielmehr auf das für uns oder für dich direkt Greifbare, Erlebbare.

In Indien und im Taoismus (dort wird sie als „Chi“ bezeichnet) ist Shakti der dynamische Aspekt des Göttlichen, die in uns ist, aber auch den gesamten Kosmos belebt, eine allumfassende Lebensenergie – das Wunder allen Lebens.

Sie ist die Energie, die alles belebt und nicht vergeht.

 

Wie erleben wir diese Energie?

Shakti kannst du bei jedem Atemzug bemerken. Shakti lässt dich atmen. Shakti lässt dein Herz schlagen, sie lässt das Blut durch deinen Körper pulsieren. Shakti lässt dich fühlen, tanzen, lachen, weinen. Alles, wo Energie fließen darf, ist belebt von ihr. Dort, wo die Energie nicht fließt, ist Shakti gebunden.

Das bedeutet: halten wir Gefühle in uns, also weinen wir nicht, wenn wir traurig sind, lachen wir nicht, wenn wir etwas lustig finden, unterdrücken wir Angst, Freude, Wut und so weiter, blockieren wir den Energiefluss in uns. Und das können wir spüren. Ganz körperlich, weil wir uns in manchen Bereichen verspannt oder blockiert fühlen, erschöpft sind oder emotional, wenn wir uns zum Beispiel gar nicht mehr erinnern können, wann wir zuletzt geweint oder gelacht haben.

ASehr intensiv können wir diese wunderschöne Kraft in der Sexualität erleben.

 

Wie können wir nun diese Energie wieder zum Fließen bringen bzw. auf längere Sicht dafür sorgen, dass sie frei fließen kann?

  • Eine sehr naheliegende Möglichkeit ist, dass wir mit unserer Aufmerksamkeit beim Atem sind. Dass wir unserem Atem mehr Aufmerksamkeit schenken als unseren Gedanken. Sobald wir das tun, können wir körperlich sofort spüren, wie sich die Energie in unserem Körper verändert. Das können wir in unserer Meditation tun, dort können wir es erstmal besonders gut wahrnehmen, weil wir wenig Ablenkung haben und die aufrechte Körperposition den Energiefluss unterstützt, aber wir können es auch in unserem Alltag erleben.

  • Eine weitere Möglichkeit ist, dann zum Beispiel in der Meditation, alles da sein zu lassen, was in unserem Geist und in unserem Herzen auftaucht. Wir lehnen keinen Gedanken ab, kein Gefühl, keine Körperempfindungen. Indem wir uns so sein lassen, lassen wir das Leben in uns sein. Wir unterdrücken nichts, wir lenken uns nicht ab, aber wir verstärken auch nichts, indem wir uns darauf fokussieren und lernen den Fluss des Lebens, die Impulse des Lebens in uns kennen.
  • Dabei können wir auch die unterschiedlichsten Ursachen kennenlernen, die es in uns womöglich nicht zulassen, dass die Energie frei fließen kann, also warum wir manche Emotionen und Gedanken, die unterschwellig da sind, vielleicht gar nicht erst auftauchen, also ins Bewusstsein, kommen lassen.
  • Yoga-Asanas aktivieren Shakti permanent. In Asanas stimulieren wir durchgehend den Energiefluss – wenn wir uns auf den Atem ausrichten, im Körper und Fühlen sind und der Körper immer tiefer loslassen kann.
  • Energieübertragungen eines spirituellen Lehrers oder Mediums können ein Feuerwerk der Shakti in unserem Körper verursachen. Und da spreche ich aus Erfahrung, weil ich das seit Jahren bei meinem Lehrer erleben kann. Es wird dabei – zumindest, wie ich es erlebe – göttliche Energie übertragen – durch einen Blick, durch Handauflegen, durch Worte –, die auf die göttliche Energie in mir trifft, sie aktiviert und dieser hilft, sich immer freier im Körper zu bewegen.

 

Sie macht sich den Weg frei

Je nachdem wie blockiert ich bin oder was ich dieser Energie in den Weg stelle, also auch unbewusst, umso intensiver ist der körperliche Prozess, weil die Energie an die Blockaden stößt. Je freier die Energie fließen kann, umso feiner wird es und umso sanfter ist der körperliche Prozess.

Und insbesondere in diesem Prozess, werden unsere Blockaden ganz deutlich sichtbar und fühlbar. Also wenn der Körper zuckt oder sich aufbäumt oder wie auch immer, kann ich nicht leugnen, dass etwas die Energie in mir blockiert 😊und zugleich ist die Energie schon da und versucht, die Blockaden zu lösen.

Was dann bei mir häufig der Fall ist, ist, dass dann schon ein Schmerz auftauchen kann und fühlbar wird, vielleicht auch mal ein Lachen, ein Stöhnen, was auch immer, aber der Fokus liegt nicht darauf. Sobald ich nämlich in dem Prozess versuche nachzudenken, oder an etwas festzuhalten, stoppe ich sofort den Energiefluss. Verbinde ich mich mit der Energie, gebe mich ihr hin, kann sie sozusagen all meinen – ich benutze mal das unschöne Wort – „Müll“ nach oben an die Oberfläche schieben. Und wenn ich sage, mich ihr hingeben, beinhaltet das natürlich ein gewisses Vertrauen. Ein Feld des Vertrauens, das durch denjenigen, der die Energie überträgt geschaffen ist und / bzw. das ich in diesen Prozess habe und das sich bei mir zumindest lange Zeit entwickelt hat durch immer wieder diese Prozesse und meine eigene Meditationspraxis.

 

Reinigung und neue Möglichkeiten tun sich auf

Das, was ich hier beschreibe, ist wie eine Reinigung. Alles, was nicht zu mir gehört, was nicht wahrhaftig ist, wird hinweggespült. Sie befreit Körper und Seele.

Alle negativen Emotionen, limitierenden Denkmuster und karmischen Verhaftungen werden gereinigt. Das kann eben manchmal auch schmerzvoll sein, da es bedeutet, sich von etwas zu trennen, was man bisher nicht loslassen wollte. Aber es ist unglaublich befreiend. Und ein Segen, wenn sich diese Dinge verabschieden dürfen.

Weil es zum einen so leicht wird in einem und heilend auf allen Ebenen – psychisch, emotional, körperlich, seelisch wirkt und auf einmal gelebt werden kann, was vorher nicht gelebt werden konnte oder überhaupt nicht als Möglichkeit präsent war. Bei mir war es zumindest nach den Behandlungen so. Da erinnere ich mich zum Beispiel an eine ganz intensive Energiebehandlung, in der mein Körper viel ausagiert und losgelassen hat. Davor habe ich Menschen vorher kaum berührt und Nähe nur selten (außer mit meinem Partner) zugelassen.  Ein paar Tage snach der Behandlung habe ich mich zu einer Massage-Ausbildung angemeldet.

Was ich damit meine, ist, dass mit dem Befreien dieser Energie sich viele Möglichkeiten im Leben eröffnen, die es vorher nicht gab oder die zumindest nicht erlebbar, fühlbar, greifbar waren.


„Shakti weiß genau, was sie zu tun hat.
Daher ist es notwendig ihr all den Raum zu geben, die sie für ihre Entfaltung braucht.“
(Daniel Hertlein)

 

Dein Take away

Und das ist das Wunderschöne an dieser Energie und weshalb ich dich mit diesem Blog inspirieren oder unterstützen möchte: sie ist so unglaublich intelligent. So intelligent, wie unser gewöhnliches Denken oder Bewusstsein nie sein können. Und so schöpferisch. Je mehr wir mit ihr verbunden sind und ihr vertrauen, umso mehr wird sie unser Leben mit Ideen anreichern und uns darin unterstützen, unser Leben heilsam und kreativ zu gestalten.

 

Deine Brigitte

By |April 21st, 2019|Selbstheilung Körper|0 Comments

Wie eine Woche meditieren und schweigen begann, mein Leben zu verändern

Macht dich Meditation neugierig? Hat Meditation eine besondere Anziehung auf dich? Möchtest du anfangen zu meditieren und weißt noch nicht, wie? Oder wenn du schon länger meditierst, wie hast du damit begonnen?

In diesem Artikel möchte ich meine ersten Meditationen mit dir teilen und wie der Beginn mein Leben nach und nach verändert hat. Vielleicht findest du beim Lesen ja Inspirationen für dich oder erkennst manches aus deinen Erfahrungen wieder.

 

Es begann mit einem Flyer über die „Rückkehr in die Stille“

Wir reisen zurück in meine Semesterferien im Februar 2007.

Ich war damals bereits zwei Jahre regelmäßig im Yoga bei meinem Lehrer Daniel als er eine Woche Retreat in einem Kloster mit Schweigen und Meditation angeboten hat. Das Retreat stand unter dem Titel „Rückkehr in die Stille“ und als ich das auf dem Flyer las, wusste ich sofort, dass ich dahin muss. Stille war super! Und schweigen noch mehr, da ich bei fremden Menschen damals noch recht schüchtern und zurückhaltend war. Also rundum perfekt für mich!

 

Auch das Sitzen will vorbereitet sein …

Ich freute mich riesig darauf. Es war etwas ganz Besonderes für mich. Und ich wollte mich irgendwie darauf vorbereiten.

Der Tagesplan, der auf dem Flyer stand, bestand aus Sitz- und Gehmeditationen, Yoga und einem Zusammensein, in dem mein Lehrer über das sprach, was in dem Moment präsent war. Als ich las, dass wir 40 Minuten und länger am Stück sitzen würden, dachte ich mir: „Darauf sollte ich mich vorbereiten. Das schaffe ich sonst nicht.“

Ich besorgte mir ein Meditationskissen und hatte allein schon totale Freude, es auszusuchen: die Farbe, die Form, das Muster obendrauf. Ich würde ja ziemlich viel Zeit darauf verbringen.

Also mein Sitzkissen war ungefähr eine Woche vor dem Retreat da. Weil ich generell immer gerne vorbereitet zu Kursen oder Seminaren gehe und mich vorher mit dem beschäftige, wozu ich mich angemeldet habe, wollte ich jetzt das Sitzen üben.

So habe ich mich jeden Tag auf mein wunderschönes Kissen gesetzt, in einer kleinen Ecke des Wohnzimmers von meinem damaligen Mann und mir, und habe morgens und abends den Wecker auf 5-10 Minuten gestellt, kurz vor dem Retreat auch mal 15 Minuten.

Ich hatte keine Ahnung vom Meditieren. Daher bin ich einfach nur auf dem Kissen gesessen. Aber allein das hat schon Freude gemacht. Es hat sich ganz besonders angefühlt.

 

Je näher das Retreat, umso größer die Angst

Ungefähr einen Tag vor dem Retreat hatte ich aber auf einmal Bammel. War das die richtige Entscheidung? Was erwartet mich da? Wäre es nicht besser daheim zu bleiben? Eine Stimme in mir meinte auf einmal, dass es besser wäre, nicht mitzufahren und verursachte ein flaues Gefühl der Angst in meinem Bauch.

Da ich mir im Absagen aber – in dem Fall zum Glück – schon immer im Leben schwer getan habe und schon alles bezahlt und organisiert war, bin ich mitsamt diesem Angstgefühl im Bauch dorthin gefahren.

Einführung in etwas für mich ganz Besonderes

Auf dem Retreat im Kloster waren wir eine kleine Gruppe mit einigen, die ich vom Sehen aus den Yoga-Stunden kannte.

Am ersten Abend gab mein Lehrer eine Einführung in die Sitzhaltung, die innere Ausrichtung im Sitzen und die Gehmeditation. Obwohl alles so ruhig war, war es unglaublich aufregend für mich. So als hätte ich Geheimnisse des Lebens erklärt bekommen oder den Schlüssel für etwas ganz Besonderes, das ich aber noch nicht kannte.

Heute kann ich sagen, es war der Beginn der wichtigsten Reise für mich – in ein Leben, das sich von da an aus der Meditation formen durfte und darf. Und dadurch das kostbarste Geschenk für mich.

Aber wieder zurück zu 2007 🙂

 

Abgefahrene Erfahrungen

Woran ich mich noch genau erinnere, ist diese besondere Atmosphäre gewesen: still, tief, respektvoll, liebevoll und trotz schweigen sehr humorvoll.

Jede/r konnte so sein, wie sie oder er ist, mein Nutella (nach dem ich damals noch süchtig war) wurde liebevoll mitaufgenommen (was bei solchen Retreats nicht selbstverständlich ist) und so habe ich mich unglaublich aufgehoben und wohl gefühlt.

Das Sitzen ging für mich prima und als das erste Mal mein Lehrer hinter mir stand als wir meditiert haben, habe ich in meinem Rücken ganz viele Farben und Energiestränge wahrgenommen. Daran erinnere ich mich heute noch. Vor allem, weil ich es in der Form seitdem nicht noch einmal erlebt habe. Das fand ich damals ziemlich abgefahren, vor allem, weil es weg war, sobald Daniel nicht mehr hinter mir stand.

 

Das Universum verliert nichts

Was mein Lehrer gesprochen hat in den Meditationen, im Yoga und im Zusammensein wie in einem Satsang ging sehr tief. Wir TeilnehmerInnen haben zwar nichts gesagt, aber ich hatte das Gefühl, er hat mit seinen Worten alles abgeholt, was so in uns bzw. in mir war.

Es ging dabei viel um die Praxis, aber auch um ganz konkrete Bezüge zum Leben. So flog während einer Meditation eine Fliege durch den Raum. Als sie am Boden saß, hielt Daniel seine Hand über sie. Er wollte sie dann zum Fenster tragen, glaube ich. Doch als er die Hand hob, startete die Fliege durch und flog direkt in ein Teelicht und es war nur noch ein leises Zischen zu hören.

In dem „Vortrag“ danach ging Daniel darauf ein und fragte:

„Was ist das für eine Energie, die durch uns fließt? Die uns lebendig macht, uns pulsiert, uns atmet?
Was geschieht mit dieser Energie in dem Augenblick, wo die Fliege in Kontakt mit der Flamme kommt?
Die Hülle fällt … doch was ist mit dieser Energie?“

Er hat noch weiter darüber gesprochen und es gibt den Text davon in einem seiner Bücher, aber auf dieses Thema möchte ich ein anderes Mal ausführlicher eingehen. Es hat mich total berührt. Und wenn ich zurückdenke, kann ich mich an nicht mehr sehr viel von dem Retreat konkret erinnern. Aber an diesen Tag und diesen Vortrag schon. Der war ganz besonders. Und doch klang es mir nicht fremd. Etwas in mir hat überhaupt nicht in Frage gestellt, was er sagte oder fragte. Möglicherweise auch, weil er so viel Platz geschenkt hat, so dass man durch die Meditationspraxis selbst seine Antworten finden kann.

 

Veränderungen, die nach dem Retreat ins Leben kamen …

Woran ich mich also konkret aus dem Retreat erinnern kann, ist gar nicht so viel, aber das was blieb, hinterließ berührende Spuren in mir: das liebevolle, achtsame Zusammensein, die tiefen Worte von Daniel, das für mich spektakuläre Erleben beim Meditieren, die Stille, das Auf- und Angenommensein, so wie ich war.

Woran ich mich aber besonders erinnere, ist die Zeit direkt nachdem ich von dem Retreat nach Hause gekommen bin:
Ich konnte und wollte morgens kein Radio mehr hören. Was mir morgens geholfen hat, um mich nicht allein zu fühlen und wach zu werden, hat mich nun mehr gestört. Ich war fast gar nicht mehr an meinen Fernsehserien interessiert und damals war ich ein echter Serienjunkie.

Ich habe immer wieder die Ruhe gesucht und habe von da an jeden Tag morgens und abends meditiert. Zwar viel kürzer auf dem Retreat, also zwischen 10 und 30 Minuten, aber das hat von da an so zu meinem Tag gehört, wie vorher die Lieblingsserie oder das Radio.

Meinen Sitzplatz habe ich dann vom Wohn- ins Schlafzimmer verlegt, damit mein Mann und ich uns nicht gegenseitig stören und dort habe ich von da an direkt neben dem Bett meditiert. Und als meditieren würde ich bezeichnen: die Übungen von Daniel gemacht und mein Leben gespürt. Mit „mein Leben gespürt“ meine ich, dass Meditation für mich in den ersten Monaten wie ein Ventil zur Verarbeitung des Tages war. Auf dem Sitzkissen habe ich erstmal alle Gefühle verarbeitet, die da waren. Und das hat mir dann nach und nach mit den Übungen und dem weiteren gemeinsamen Meditieren mit Daniel gezeigt, was in meinem Leben passt, was ich verändern möchte, wo es mich hinzieht und so weiter. Also von da an, gingen eigentlich alle Prozesse los: innere Erlebnisse und viele Veränderungen in meinem Leben.

Zum Glück waren die Gruppe des Retreats und Daniel auch in München und es gab regelmäßig Kurse und Begleitung. Sonst hätte ich die Schritte der Veränderung in meinem Leben, die aus der Meditationspraxis folgten, nicht so machen können. Das Meditieren allein verändert viel, aber das Begleitetwerden finde ich rückblickend und bis heute für mich unverzichtbar. Nicht aus Abhängigkeit, sondern weil man egal, was man lernt und vor allem, wenn man sich entwickeln möchte, einen Menschen braucht, der schon weiter ist als man selbst. Sonst nimmt man auf dem eigenen inneren Weg unnötige Umwege und Abzweigungen. Aber darauf möchte ich auch an anderer Stelle nochmal eingehen.

 

Dein Take away

Was berührt dich an der Geschichte? Was bedeutet Meditation für dich?
Um in diese Praxis einzutauchen, macht es für mich sehr viel Sinn, das gewohnte Umfeld für ein paar Tage zu verlassen, sich zurückzuziehen und in Begleitung zu meditieren.
Nur sei dir bewusst, dass es möglicherweise einiges verändern kann 😊

 

Ich wünsche dir einen wunderschönen Einstieg in die Meditation oder in ein vielleicht sogar ganzes Retreat dafür!
Namasté, Brigitte

 

P.S.: Der vollständige Text „Das Universum verliert nichts“ ist im Buch „Rückkehr in die Stille“ von Daniel Hertlein zu finden. Übrigens ist das ganze Buch aus den Mitschriften aus dieser Woche Retreat entstanden und schenkt einen schönen Einblick in die mit dem Leben verbundene Meditationspraxis. https://yogische-lebenskunst.de/produkt/rueckkehr-in-die-stille/

By |April 20th, 2019|Selbstheilung Körper|0 Comments

Check up: Wie ist deine Verbindung zu deiner sexuellen Urkraft?


Die sexuelle Urkraft ist eine unglaublich starke und schöpferische Energie.
Je freier sie in dir fließen kann, umso mehr Energie steht dir zur Verfügung, um dein Leben kreativ und erfüllend zu gestalten.

Energetisch betrachtet

Die sexuelle Kraft ist eine der größten Kräfte im Universum. Und in unserem Körper erlebt ebenfalls eine der intensivsten. Wir sind aus dieser Kraft entstanden, aus dieser Kraft wurden wir gezeugt. Sie ist schöpferisch, bringt Leben hervor.
Je freier sie sich in uns bewegen kann, umso ausgeglichener ist unser Energiesystem. Blockieren wir sie – vielleicht auch unbewusst – steht uns diese Energie zum einen nicht zur Verfügung, zum anderen fehlt uns die Energie, die wir dafür verwenden, um sie zu unterdrücken.
Also schon rein aus energetischer Sicht betrachtet, macht es Sinn, uns mit unserer Beziehung zu Sexualität auseinanderzusetzen. 🙂 Und mit Auseinandersetzen meine ich, sie zu hinterfragen und zu erspüren.

Und die gute Nachricht ist: du brauchst nicht unbedingt einen Partner, um diese Kraft immer mehr in dir zu befreien. Vielleicht fragst du dich jetzt: „Wie kann sie sich denn immer mehr oder noch mehr befreien?“

Frage dich und erkenne. Mehr gibt es (erstmal) nicht zu tun.

Heute möchte ich dir ein paar Fragen stellen, die ich mir immer wieder gestellt habe und weiterhin stelle, die mich erkennen lassen, was möglicherweise mich im Leben meiner Sexualität behindert bzw. wo ich ansetzen kann, damit sich manche Schranken lösen können.
Bei den Fragen geht es nicht gleich darum, sie sofort zu beantworten oder es gleich verändern zu wollen, wenn du dich blockiert fühlst, sondern tatsächlich erstmal einfach nur zu bemerken und zu fühlen. In dem Erkennen selbst kommst du dem Lösen einer Blockade schon einen Schritt näher.

 

Wo lebst du die Verbindung schon? Wo könnte sie noch freier fließen? Lerne dich einfach kennen.

– Welche Beziehung hast du zu deinem Körper? Und speziell: wie erlebst du deinen Beckenraum?

– Wie frei erlaubst du dir, deine Sexualität zum Ausdruck zu bringen? Darüber zu lesen oder zu sprechen?

– Wie denkst du über Sexualität? Also welche Konditionierungen bezüglich Sexualität trägst du in dir? D. h. wie hat dich deine Kindheit geprägt? Wie hast du es bei deinen Eltern gelebt gesehen? Welche gesellschaftlichen Konstrukte hast du dir angeeignet?

– Welche Erfahrungen hast du in deinem Leben bisher gemacht?

Vielleicht hast du bei einigen Fragen sofort spontan ein Gefühl oder eine Antwort. Schau einfach, was in dir in Resonanz geht. Und wie gesagt, es geht heute in erster Linie darum, dich kennenzulernen und nicht gleich etwas anders haben zu wollen.

 

Wie ist deine Beziehung zu deinem Körper, zu deinem Beckenraum?

Wie ist deine Beziehung zu deinem Körper? Wie fühlst du dich? Was an dir kannst du gut annehmen? Was nicht? Was würdest du gerne verändern? Wie gehst du mit deinem Körper um? Berührst du dich bewusst? Auch hier tatsächlich nur bemerken. Und wo du dich nicht annehmen kannst, erstmal nur bemerken, dass du dich nicht annehmen kannst, ohne es gleich anders haben zu wollen.

Dann gehe mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Beckenraum. Schenke dir jetzt oder nach dem Lesen oder heute Abend vor dem Einschlafen ein paar Minuten Zeit, um deinen Körper zu entspannen und dich innerlich mit deinem Beckenraum zu verbinden. Du kannst auch gerne deine Hände auf den Bereich legen und dann erstmal nur spüren, ob du da hineinatmen kannst, wie belebt dieser Bereich ist. Fühlt er sich fest oder weich an? Kann sich der Atem dort bewegen? Welche Gedanken, Bilder, Gefühle hast du, wenn du dich mit dem Bereich verbindest?

 

Wie frei erlaubst du dir, deine Sexualität zum Ausdruck zu bringen? Darüber zu lesen oder zu sprechen?

An dieser Stelle ein paar Beispiele, die ich von mir und anderen kenne: Ist es dir peinlich in der Öffentlichkeit darüber zu sprechen? Aus Angst jemand könnte mithören? Naja, gerade beim Thema Sexualität werden die Ohren um uns herum meist größer, gerade weil noch immer wenig darüber gesprochen wird … aber man könnte ja auch denken, „Na gut, vielleicht inspiriere ich ja die Leute am Nachbarstisch.“ oder jemand neben mir in der U-Bahn denkt, „Zum Glück habe nicht nur ich dieses Problem“. Oder wie auch immer.

Ansonsten: sprichst du mit deinen Kumpels oder Freundinnen darüber? Und wenn ja, wie weit darf es gehen? Oder stellen wir gerade die interessanten Fragen nicht, weil es zu intim werden könnte?

Mir hat es geholfen, zu denken, dass ich ja auch frage, ob jemand schon einmal Erfahrungen mit dem und dem Auto gemacht hat oder was eine andere Frau bei Schmerzen während der Periode einnimmt oder welche Zutat in dem Essen ist, das mir gerade besonders gut schmeckt. Also warum nicht erzählen, fragen, was die Sexualität betrifft? Wir können uns ja gegenseitig unglaublich inspirierenI

Mich hat es zum Beispiel noch mehr geöffnet, mir Podcasts über Sexualität anzuhören, wo einfach über alles gesprochen wird. Wo kein Blatt vor den Mund genommen wird. Und sich mir dadurch überhaupt erst manche neuen Bereiche in der Sexualität eröffnet haben, über die sonst nicht gesprochen wird. Seitdem fällt es mir selbst noch leichter, darüber zu sprechen. Wobei dem Gegenüber natürlich immer freigestellt ist, auf Fragen zu antworten. Aber bisher haben sich alle gefreut, auch mal von sich etwas aus diesem Lebensbereich erzählen zu können.  

  

Wie denkst du über Sexualität? Also welche Konditionierungen bezüglich Sexualität trägst du in dir? D. h. wie hat dich deine Kindheit geprägt? Wie hast du es bei deinen Eltern gelebt gesehen? Welche gesellschaftlichen Konstrukte hast du dir angeeignet?

Das ist ein sehr umfassendes Thema, dem ich sicherlich noch einen Extra-Artikel widmen werde.

Gerade, was Sexualität betrifft, begegnen mir in meinen Gedanken und/oder in Gesprächen mit Anderen Sätze wie „Das macht man nicht.“ Oder „Das darf man nicht.“ Naja, also wer ist „man“ und „wieso nicht?“. Zumindest mal in Frage stellen.

Auch das Thema, das wir gerade hatten, dass man über Sexualität spricht. Es ist doch auch ein Bereich unseres Lebens.

Also wie wurden wir erzogen, wie hat die Gesellschaft uns geprägt? Oder auch das Land und der Kontinent, in dem wir leben? Mir hat mal jemand ein Video gezeigt, in dem ein Mann, ich glaube aus dem Osten, interviewt wurde, der ziemlich viele Frauen hatte. Und er hat dann dem Reporter die Frage gestellt, wie viele Frauen er denn hätte. Als dieser sagte eine, konnte der Mann gar nicht mehr aufhören zu lachen und klopfte ihm liebevoll, aber auch voller Mitgefühl auf die Schulter.

Was ich damit sagen will: treten wir aus unserem gewohnten Umfeld heraus, wird es schon ein paar hundert Kilometer weiter anders gelebt.

Also, was sind unsere Konzepte und wollen wir sie kennenlernen, um auch darüber hinauszugehen? Um kennenzulernen, wie wir was leben möchten? Und nicht „man“. Um das zu erfühlen? Aber dann geben wir uns überhaupt die Möglichkeit, das auszuprobieren. Sonst sind die Grenzen in unserem Geist ja sehr eng gesetzt.

  

Welche Erfahrungen hast du in deinem Leben bisher gemacht?

Die Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben, prägen uns. Insbesondere in Verbindung mit einem Partner oder den Partnern. Wurden wir verletzt, werden wir uns in Zukunft wahrscheinlich schützen, waren wir dem Partner sexuell zu wenig, können wir denken, wir haben halt kein Lustempfinden. Waren wir dem Partner in unserer Leidenschaft oder was auch immer zu viel, versuchen wir uns beim Nächsten oder bei der Nächsten vielleicht zurückzuhalten, weil wir nicht überfordern wollen. Beides sind Beispiele, die ich erlebt habe und die mich tatsächlich lange Zeit begleitet haben.

Bis ich andere Erfahrungen gemacht habe und dann im Kopf etwas passiert ist, wie „Ah, ich bin gar nicht zu viel …“ in meiner Lust oder meinem Bedürfnis nach Nähe und Körperlichkeit oder was auch immer … Was dann aber tatsächlich davor wie ein Herantasten und Beobachten war. Also ich zeige einen Teil davon und schaue, wie es angenommen wird, ich zeige mehr und schaue wieder … bis ich gemerkt habe, hey alles okay, alles normal. Inzwischen teste ich das nicht mehr aus. Aber damals war das so.

Was ich damit sagen möchte, ist, welche Erfahrungen haben wir gemacht? Mit wem, in welchem Umfeld?

Und was schlussfolgern wir vielleicht daraus? Und zu bemerken, dass unsere Schlussfolgerung wie bei mir das „Ich bin zu wenig.“ oder „Ich bin zu viel.“ nur ein Blickwinkel von mir ist und sich mit einem anderen Menschen, in einem anderen Umfeld alles schon ganz anders anfühlen kann.

D.h. meine Erfahrungen sind erstmal meine Erfahrungen, die sich aber sofort ändern können. Und sich auch unabhängig davon verändern können, wenn wir meditieren, wenn wir nach innen schauen und bemerken, dass das nur weitere geistige Konstrukte sind, die wir uns angeeignet haben und die uns unnötig begrenzen, wenn wir sie in uns halten.

 

Dein Take away

Bemerke im Alltag, wie deine Beziehung zu deinem Körper ist, wie du über Sexualität denkst, sprichst, wie sehr dich deine bisherigen Erfahrungen, deine Umgebung geprägt und beeinflusst haben.
Bemerke erstmal nur.

Das Erkennen deiner Prägungen, Erfahrungen, mentalen Strukturen öffnet schon eine Türe zu weiteren Möglichkeiten.

Happy freeing,
Brigitte

By |April 18th, 2019|Selbstheilung Körper|0 Comments

Warum lösen Massagen meine Verspannungen nicht nachhaltiger?

Hast du deine Verspannung schon einmal als Geschenk betrachtet, als ein Päckchen, das ausgepackt werden möchte? Nicht etwas, das mal schnell wegmassiert werden soll, sondern als etwas, in dem eine wichtige Information für dein Leben ist?

Vielleicht fragst du dich jetzt: „Meine Verspannung, das, was weh tut, mich nicht mehr frei bewegen lässt, soll ein Geschenk sein? Danke auch!“ 🙂

Ich weiß, es klingt erstmal komisch. Normalerweise und ich nehme mich davon nicht aus, spüren wir den Schmerz, die Unbeweglichkeit und freuen uns, zu jemanden zu gehen, die oder der und davon befreit. Das ist ja ein ganz gesunder Reflex.

Und das war über die letzten 5 Jahr auch mein Job. Ich habe ungefähr 1000 bis 2000 Massagen gegeben, manchmal 40 pro Woche und wollte jeden Menschen von seinen Spannungen erlösen.

Bis ich kapiert habe: wirklich nachhaltig funktioniert das so nicht. Wie ich das kapiert habe? Ich habe gesehen, wie die Menschen ein paar Wochen später wiederkamen: mit ähnlichen oder immer gleichen Spannungen, die sich eben wieder im Körper aufgebaut haben. Egal, wie sehr ich mich als Masseurin angestrengt habe, sah ich keinen „Erfolg“. Die Menschen waren entspannt, glücklich und erstmal schmerzfrei, aber für mich war es unbefriedigend, weil ich den „Erfolg“, also das nachhaltige Lösen von Spannungen nicht sehen konnte.

Den meisten meiner Kunden war es nicht ganz so bewusst. Sie meinten, es sei der Stress, das lange Sitzen und man brauche regelmäßig die Entspannung. Für mich war das auf Dauer unbefriedigend zu sehen.

 

Der Verspannung auf den Grund gehen

Und hier komme ich gleich zu einem Satz, den mein Lehrer Daniel Hertlein in meiner Ausbildung bei ihm gesagt hat. Nämlich: Das einer Spannung zugrunde liegende Denken schnürt unser Herz ein.

Das bedeutet: Es gibt meist einen tieferen Grund für Spannungen.

Unser Körper ist nichts anderes als das Spiegelbild unseres inneren Menschen, unserer Gefühle und Gedanken. Spannungen bauen sich aufgrund von auferlegten Gedanken- Glaubens- und Verhaltensmustern auf. Und diese binden Energie, lassen uns nicht frei atmen und engen unser Herz ein.

 

Ein Beispiel

Damit das anschaulicher wird, möchte ich dir hier von einem Beispiel aus meiner Praxis erzählen:

Eine Kundin kam mit einer verspannten linken Schulter. Ich fragte während der Massage nach, was sie fühlt, wenn sie sich innerlich mit ihrer Schulter verbindet und dort hineinatmet, wenn sie sich für das öffnet, was an Bildern, Worten und Gefühlen zu ihr kommt.

Sie spürte die viele Arbeit, sagte, sie möchte, jedem gerecht werden. In dem Moment, in dem sie darüber gesprochen hat, wurde ihr die Ursache der Spannung bereits auf anderer Ebene bewusst. Das eine war die Arbeit, das andere das Denken, es jedem gerecht recht zu machen. Als ich gefragt habe, was dadurch in ihrem Leben nicht sein kann, wonach sie sich sehnen würde, erzählte sie, dass die Freude zur Zeit wenig Platz in ihrem Leben. Ich fragte sie, was ihr Freude bereiten würde und sie erzählte davon. Nachdem sie davon erzählte, wurde die Spannung leichter und ihr wurde bewusster, wonach sich ihr Herz sehnt und wie sie diese Prioritäten in ihrem alltäglichen Leben setzen kann.

Das waren erste Schritte, um bewusster zu bekommen, woher die Spannung kommt und welche Information für ihr Leben darin liegt. An der Stelle kann man dann noch weiter gehen, tiefer gehen, aber das sind schon die ersten Schritte für eine entspanntere Schulter.

Wenn sie nun in ihrem Alltag ist und die Schulter schmerzt, ist es möglicherweise nicht einfach nur eine Spannung, sondern sie kann sich verbinden und spürt, wonach sich ihr Körper, ihr Herz sich sehnt, zum Beispiel in dem Fall, ob das Pflichtbewusstsein sie so sehr einengt, dass Freude gerade keinen Platz mehr hat.

 

Dein Take away

Wenn wir Körperspannungen fühlen, ist das schon einmal der erste Schritt in Richtung Entspannung. Weil wir uns der Spannungen bewusst sind und uns nach einem freieren Gefühl sehnen. Wenn wir nun noch verstehen, dass die Verspannungen oft seelisch-geistige Ursachen haben und wir unseren Geist öffnen, dass die Informationen in der Spannung in Form von Gefühlen, Gedanken, Bildern etc. in unser Bewusstsein kommen dürfen, sind wir einer nachhaltigen Ent-Spannung schon einen großen Schritt nähergekommen.

Ob dann tiefere Gefühle zugelassen werden wollen, Glaubenssätze gewandelt werden möchten, welches seelische Thema damit einhergeht und wie man die Erkenntnisse in den Alltag integriert, können dann nächste Schritte sein. Und dadurch löst sich dann nachhaltig etwas nicht nur in unserem Körper, sondern in unserem gesamten Energiesystem.


Deine Verspannung ist also wie ein Geschenk, ein Päckchen, das ausgepackt werden möchte. Die Information, die darin liegt, kann deinen Körper und dein Leben um vieles erleichtern.

Ich wünsche dir viele ent-spannende Erkenntnisse!
Brigitte

 

P.S.: Was ich hier mit meiner Kundin beschrieben habe, kann du natürlich auch selbst mit dir machen: Atme und fühle in deine Spannung hinein und sei offen, für das, was zu dir kommt.

By |April 18th, 2019|Selbstheilung Körper|0 Comments